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Aktuelles

Datum:
01.11.2017 – 10:58

Einrichtung:
Stadtgeschäftsstelle

Autor:
Martin Gey

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Unser Team sucht Verstärkung: Aktuelle Stellenausschreibungen

TEAM (Copyright (c) DOC RABE Media - Fotolia

Der Stadtverband der Volkssolidarität Leipzig e. V. ist ein moderner und leistungsstarker Sozial- und Wohlfahrtsverband mit einem breiten Leistungsspektrum, engagierten Mitarbeitern und vielseitigen Aufgaben.

Neben der Sicherheit eines großen Wohlfahrtsverbandes bieten wir interessante Tätigkeiten mit leistungsgerechter Vergütung nach eigener Arbeitsvertragsrichtlinie sowie verschiedene Möglichkeiten sich beruflich weiter zu entwickeln, im Team neue Lösungen zu finden und erfolgreich neue Wege zu gehen.

Wir suchen Sie als Verstärkung!

pädagogischer Fachbereich
Stellenausschreibung Erzieher für unser TABALUGA Kinderheim
Stellenausschreibung Erzieher für Kindertagesstätten

ambulante Pflege
Stellenausschreibung Altenpfleger

vollstationäre Pflege
Stellenausschreibung Altenpflegehelfer

Praktika
In unseren Pflegeeinrichtungen bieten wir die Möglichkeit eines Schülerpraktikums.

Informationen zur Volkssolidarität Leipzig als Arbeitgeber finden Sie hier: Wir als Arbeitgeber

Schwerbehinderte und ihnen Gleichgestellte werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt.

Datum:
10.10.2017 – 09:37

Einrichtung:
Stadtgeschäftsstelle

Autor:
Martin Gey

Permalink

Startschuss für die Listensammlung der Volkssolidarität

Stadtverband beginnt diesjährige Spendenaktion

Sammeln für den guten Zweck: Der Vorsitzende unseres Stadtverbandes Olaf Wenzel hat am 23. September die diesjährige Listensammlung eröffnet. Sein Geldeinwurf in die Spendendose war der Startschuss für die zahlreichen ehrenamtlichen Engagierten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die im Namen der Volkssolidarität bis zum 3. November im Stadtgebiet Leipzig unterwegs sein werden, um für soziales Miteinander, vielseitige Freizeitgestaltung und solidarische Unterstützung für alle Generationen sammeln.

50 Prozent der Spendensumme verbleiben direkt in den 60 Mitgliedergruppen und Einrichtungen des Stadtverbandes, um die Arbeit vor Ort zu unterstützen. Hier werden mithilfe der Spenden verschiedene Vorhaben umgesetzt, wie die Ausstattung einiger Kindertagesstätten mit neuen Spielgeräten, Experimentiersets oder Materialien für Rollenspiele. Die Senioreneinrichtungen sammeln unter anderem dafür, den Besuch eines Therapiehundes zu ermöglichen, ihre Räumlichkeiten für die Besucher neu zu gestalten oder eine Ausfahrt zur Weihnachtszeit zu realisieren. Mit der übrigen Spendensumme wird die gemeinwohlorientierte Arbeit des Verbandes unterstützt. Hierzu gehört die Einbindung von Senioren und sozial benachteiligten Personengruppen in das gesellschaftliche Leben.

Spendenkonto der Volkssolidarität Stadtverband Leipzig e. V.
Volkssolidarität Stadtverbandes Leipzig e. V.
Sparkasse Leipzig
Verwendungszweck: Lisa 2017 – MG 401
IBAN: DE 09 8605 5592 1100 2370 00
BIC: WELADE8LXXX

Datum:
01.09.2017 – 15:09

Einrichtung:
Stadtgeschäftsstelle

Autor:
Martin Gey

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„Vergiss mein nicht“ – Einladung zum Themenabend am Weltalzheimertag

Malte Sieveking und seine an Alzheimer erkrankte Frau Margarete „Gretel“ Sieveking, Bad Homburg 2011 (Foto: Adrian Stähli/ Lichtblick Media Gmbh/ Berlin)
Margarete „Gretel“ Sieveking und ihr Mann Malte Sieveking, im Hintergrund ihr Sohn, der Dokumentarfilmer David Sieveking bei den Dreharbeiten in Bad Homburg 2011 (Foto: Adrian Stähli/ Lichtblick Media Gmbh/ Berlin)

„Aus der Tragödie meiner Mutter ist kein Krankheits-, sondern ein Liebesfilm entstanden, der mit melancholischer Heiterkeit erfüllt ist.“

Das sagt Filmemacher David Sieveking über seinen Dokumentarfilm VERGISS MEIN NICHT, der anlässlich des Weltalzheimertages am Donnerstag, dem 21. September im Rahmen eines gemeinsamen Themenabends unseres Stadtverbandes und der Passage Kinos gezeigt wird. Gemeinsames Anliegen ist, für die Lebenssituation Demenzbetroffener und die ihrer Angehörigen zu sensibilisieren und Möglichkeiten der Hilfe und Selbsthilfe aufzuzeigen.

Themenabend mit Informationsangeboten, Filmaufführung und Expertengespräch
Ab 18 Uhr bietet ein „Markt der Unterstützung“ im Foyer des Kinosaals „Universum“ der Passage Kinos in der Hainstraße 19a Informationen zu Betreuungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Demenzbetroffene sowie zu Angeboten für deren Angehörige. Auf dem „Markt der Unterstützung“ stehen den Besuchern Ansprechpartner der Volkssolidarität, des Vereins Selbstbestimmt Leben Leipzig und Umgebung, der Leipziger Städtischen Bibliotheken sowie des Qigong-Zentrums Leipzig zur Verfügung. Die Filmaufführung von VERGISS MEIN NICHT beginnt um 19 Uhr. Im Anschluss findet ein Gespräch zwischen dem Regisseur David Sieveking, Experten und dem Publikum statt. Der Eintritt zur Filmaufführung mit anschließendem Gespräch kostet 5,50 Euro. Die Eintrittskarten sind an der Kasse der Passage Kinos oder online erhältlich. Hier geht es zu Vergiss mein nicht auf der Internetseite der Passage Kinos.

Näheres zum Film VERGISS MEIN NICHT
VERGISS MEIN NICHT ist ein Film über Alzheimer-Demenz, eine Erfahrung, die viele Familien erschüttert und verändert. David Sieveking entdeckt durch die Gedächtnisstörung seiner Mutter Gretel den Schlüssel zu ihrer Vergangenheit, zur Geschichte ihrer Ehe und zu den Wurzeln der gemeinsamen Familie. Liebevoll und mit zärtlicher Distanz dokumentiert er ihren geistigen und körperlichen Abbau und seine Versuche, ihr das Leben zu erleichtern. So ist ein persönliches, warmherziges, humorvolles und optimistisches Familienportrait entstanden. Der Film erhielt den Kritikerpreis des Filmfestivals in Locarno sowie die Auszeichnung „Bester Dokumentarfilm“ beim Hessischen Filmpreis. Zudem wurde er unter anderem beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm gezeigt. Das gleichnamige Buch von David Sieveking ist im Verlag Herder erschienen.

Datum:
01.09.2017 – 15:01

Einrichtung:
Seniorenbüro Süd

Autor:
Martin Gey

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Neuer Kurs: Stadtgeschichte in eigenem Videoclip festhalten

LEIPZIGSTIFTUNG unterstützt Kursreihe

Volkssolidarität, Leipzig Fernsehen und Best Age Forum laden zu Auftakttreffen am 26. September

„Ein Video erstellen leicht gemacht – Stadtgeschichte in einem Videoclip festhalten.“ So heißt das neue Projekt unseres Stadtverbandes gemeinsam mit Leipzig Fernsehen und Best Age Forum, bei dem die Teilnehmer Wissen und Handwerk zum Erstellen eines Videos an die Hand bekommen, um dann Stadtgeschichte in bewegten und bewegenden Bildern festzuhalten. Interessierte sind herzlich eingeladen, in diesem Kurs ihrer eigenen Lebensgeschichte und der anderer Leipziger Bürger nachzuspüren. Unterstützt wird das Projekt von der LEIPZIGSTIFTUNG.

Das Auftakttreffen findet am Dienstag, dem 26. September um 10 Uhr in den Räumen des Best Age Forums im Markt 10 statt. Diesem schließen sich 12 Treffen dienstags von 10 bis 11:30 Uhr im Best Age Forum, im Seniorenbüro Süd der Volkssolidarität oder – je nach Projektverlauf – an einem Drehort im Stadtgebiet an. Kursanmeldungen erfolgen über das Best Age Forum (Telefon: 0341 3939-4210, E-Mail: bestageforum@rahn.education ). Die Teilnahme kostet 48 Euro.

Datum:
25.08.2017 – 13:58

Einrichtung:
Stadtgeschäftsstelle

Autor:
Martin Gey

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Perspektivwechsel: Bundestagsabgeordnete informierte sich über die soziale Arbeit der Volkssolidarität

Perspektivwechsel: Daniela Kolbe besuchte die Experimentierstunde in der Kita "Prisma" (Foto: M.Gey)

„Ich habe mich bei Ihnen sehr wohlgefühlt. Vielen Dank für die tollen Einblicke!“ So verabschiedete sich die Leipziger Bundestagsabgeordnete Daniela Kolbe nach ihrem fünfstündigen Besuch in den Einrichtungen unseres Stadtverbandes in Lindenau am 23. August. Im Rahmen der Aktionswoche „Perspektivwechsel“ der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen war die 37-Jährige der Einladung gefolgt, sich einen umfassenden Überblick über die soziale Arbeit der Leipziger Volkssolidarität zu verschaffen.

Neben ihren Besuchen in der Tagespflege für Senioren, der Integrations-Kindertagesstätte „Prisma“ sowie im Seniorenbüro Alt-West mit Seniorenbegegnungsstätte standen persönliche Gespräche mit Bewohnern des Sozialzentrums „An den Gärten“ und im Betreuten Wohnen im Forum Leipzig-Lindenau auf dem Programm. Gemeinsam mit Geschäftsführerin Christine Manz erörterte sie die aktuellen Herausforderungen für den Stadtverband im Hinblick auf die Fachkräftesituation sowie die politischen Rahmenbedingungen für die Arbeit der Volkssolidarität.

Nach ihrem Besuch resümierte Daniela Kolbe: „Ich durfte mit Senioren in der Tagespflege Horoskope lesen, in der Kita experimentieren und mit rüstigen Senioren tanzen. Vor allem beeindruckt haben mich aber die Männer und Frauen, die in den sozialen Bereichen ihre Arbeit leisten: mit einem Lächeln auf den Lippen und dem Gegenüber zugewandt, immer darauf bedacht, dass auch die Schwächeren in der Gesellschaft nicht hintenan stehen.“ Sie beklagte, die soziale Arbeit werde in unserem Land noch zu wenig gewertschätzt: „Das müssen wir ändern!“

Datum:
19.07.2017 – 11:00

Einrichtung:
Stadtgeschäftsstelle

Autor:
Martin Gey

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Für die Gemeinschaft aktiv sein: Die Volkssolidarität bietet vielfältige Möglichkeiten

Daniel Antonius ist ehrenamtlich im Stadtverband aktiv (Foto: Andrea Beres)
Logo Alltagsbegleitung für Senioren

Helfen können und mit Menschen in Kontakt kommen. Diese Beweggründe führen insgesamt 300 Leipziger zu unserem Stadtverband, um ehrenamtlich aktiv zu sein. Sie bringen sich in das Vereinsleben in den Mitgliedergruppen ein oder unterstützen die Arbeit in den sozialen Einrichtungen, sei es in den Kindertagesstätten, Seniorenbüros und -begegnungsstätten oder in den stationären Pflegeeinrichtungen. Sportkurse, Alltagsbegleiter oder die beliebte ‚Vorleseoma‘ – das Spektrum ist vielfältig.

Einer der freiwilligen Helfer ist Daniel Antonius. Der wöchentliche Sportkurs für Senioren des 33-Jährigen steht fest im Veranstaltungskalender des Seniorenbüros Süd in der Prinz-Eugen-Straße. Seit inzwischen mehr als zehn Jahren unterbreitet er das Angebot und möchte somit seine Gruppe aktiv und fit halten. „Es macht mir viel Spaß, weil wir uns vor und nach dem Kurs zusammensetzen, miteinander reden und jeder der Teilnehmer etwas für seine Gesundheit tun möchte“, erzählt Daniel Antonius. „Am Anfang haben wir zwei Probestunden gemacht, dann hat sich die Gruppe für mich und ich mich für die Gruppe entschieden“, erinnert er sich.

„Alltagsbegleitung für Senioren“ heißt das Programm des Freistaates Sachsen, über das sich Jeannette Schmidt bei der Volkssolidarität freiwillig engagiert. Die 49-jährige unterstützt seit letztem Februar Senioren in Leipzigs Nordosten, so auch die 87-jährige Liselotte Schubert. „Wir machen das, was sich die Senioren wünschen: Arztbesuche, Begleitung zum Notar oder zum Hörgerätezentrum“, bringt sie es auf den Punkt. „Mein Wunsch war, Senioren zu helfen. So gelangte ich über das Internet zu dem Seniorenbüro Nordost in der Kieler Straße.“

Informationen zum Ehrenamt und zum Projekt „Alltagsbegleitung für Senioren“
Ansprechpartner: Frank Weise, Koordinator Verbandsarbeit
Stadtgeschäftsstelle, Demmeringstraße 127, 04179 Leipzig
Telefon: 0341 35055-122

Datum:
19.07.2017 – 10:41

Einrichtung:
Stadtgeschäftsstelle

Autor:
Martin Gey

Permalink

Projekt „KulturLeben“ ermöglicht soziale und kulturelle Teilhabe

KulturLeben

Unser Stadtverband ist mit seinen vier Seniorenbüros Sozialpartner

Kultur bringt Menschen zusammen, verzaubert und begeistert. Deshalb sollte sie für jeden zugänglich sein. Diesen Ansatz vertritt das Projekt „KulturLeben Leipzig & Region“, welches an das soziokulturelle Zentrum „Die VILLA“ in der Lessingstraße angegliedert ist. „KulturLeben“ hilft, finanzielle Grenzen zu überwinden, indem sie unverkaufte Kulturtickets kostenlos an Menschen mit besonders geringem Einkommen vermittelt. Als Nachweis wird hierbei der Leipzig-Pass oder ein anderer vergleichbarer, aktuell gültiger Einkommensnachweis benötigt. Anliegen ist, so den Gedankenaustausch zu fördern und dabei zu helfen, aus dem Alltag auszubrechen und Inspiration zu schaffen.

Ermöglicht wird „KulturLeben“ durch unterschiedliche Kultureinrichtungen. Sie stellen nicht verkaufte Veranstaltungstickets kostenlos zur Verfügung. So können die Gäste von KulturLeben Momente der Begeisterung erleben, die sie sich sonst nicht leisten könnten. Ein positiver Nebeneffekt dabei ist, dass das Platzangebot der Kulturpartner optimal ausgenutzt werden kann und alle Darsteller vor gefüllten Hallen spielen.

Unterstützt wird das Projekt zudem durch verschiedene soziale Einrichtungen, die potentielle Gäste über „KulturLeben Leipzig & Region“ informieren, Anmeldungen entgegen nehmen und diese überprüfen. Zu diesen Sozialpartnern gehört auch der Stadtverband mit seinen vier Seniorenbüros. Informationen unter www.kulturleben-leipzig.de oder telefonisch unter 0341 355204-10. Auf der genannten Internetseite ist unter anderem eine Liste mit den Kulturpartnern zu finden.

Datum:
11.07.2017 – 15:00

Einrichtung:
Seniorenbüro Alt-West

Autor:
Martin Gey

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„Digitaler Stammtisch“ zu Fallstricken beim Onlinebanking

Digital Kompass

Bankbesuch per Internet. Ob Kontoauszüge einsehen, Überweisungen tätigen, Daueraufträge anlegen oder kündigen – dies alles ist auch von zu Hause aus möglich. Dabei stellen sich dem mündigen Verbraucher einige Fragen: Welche Vorteile bietet das Onlinebanking? Nehme ich damit nicht nur der Bank die Arbeit ab und den Mitarbeitern die Stellen weg? Wie sicher ist das überhaupt?

Diese und andere Fragen werden bei dem nächsten „Digitalen Stammtisch“ im Seniorenbüro Alt-West in der Saalfelder Straße 12 am Dienstag, dem 25. Juli besprochen. Beginn ist 15:30 Uhr. Via Internet wird zu der Fragestunde ein Experte vom Europäischen Verbraucherzentrum zugeschaltet sein. Interessierte sind herzlich willkommen. Um Anmeldung wird gebeten: Telefon: 0341 49541102, E-Mail: seniorenbuero.altwest@volkssolidaritaet-leipzig.de

Bei der Reihe „Digitale Stammtische“ arbeiten das Seniorenbüro Alt-West sowie der Volkssolidarität Stadtverband Leipzig e.V. mit dem Bundesverband der VERBRAUCHER INITIATIVE zusammen. Die „Digitalen Stammtische“ gehören zu dem Projekt „Digital Kompass“, das durch das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gefördert wird.

Weitere geplante Termine im Seniorenbüro Alt-West:

  • 19. September: Smartphone und Tablet in Kinderhand: Worauf sollten Großeltern achten?
  • 28. November: Onlineshops: Einkaufen bequem, schnell und sicher im Internet

jeweils 15:30 Uhr

Datum:
01.06.2017 – 11:59

Einrichtung:
Stadtgeschäftsstelle

Autor:
Martin Gey

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Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni: Volkssolidarität fordert Chancen für alle Kinder

Verbandspräsident Dr. Wolfram Friedersdorff (Foto: Thomas Rafalzyk)

Der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, erklärt anlässlich des Kindertages am 1. Juni: „Der Internationale Kindertag ist ein wichtiger Tag für die Volkssolidarität. Er ist Anlass zur Freude und Spaß. In den Kindertageseinrichtungen der Volkssolidarität, in denen über 38.000 Kindern betreut werden, wird er mit vielen besonderen Veranstaltungen und bunten Festen gerne gefeiert.

Der Alltag ist jedoch auch in Deutschland für viele Kinder ein anderer. Selbst in unserem reichen Land sind ca. zwei Millionen Kinder von Armut betroffen. Zwar sind nur wenige von ihnen von sehr großen materiellen Entbehrungen betroffen. „Aber materielle Armut ist für viele Kinder und Jugendliche dennoch Realität. Sie zeigt sich zum Beispiel in fehlendem Geld für kindgerechte Ernährung, Kleidung oder sportliche Aktivitäten. Die Bundesregierung kann sich nicht darauf ausruhen, lediglich existenzielle Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu decken. Die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben – etwa im Sportverein oder am Musikunterricht – muss jedem Kind, jedem Jugendlichen möglich sein. Kein Kind in Deutschland darf in Armut aufwachsen.“

Die Volkssolidarität fordert bedarfsgerechte Regelsätze für Kinder und Jugendliche in der Grundsicherung, die neben der materiellen Sicherung auch die soziale und kulturelle Beteiligung ermöglichen. Das System der Familienförderung muss grundlegend reformiert werden. Dazu zählt, dass die ungleiche Förderung, etwa durch Kindergeld und Kinderfreibeträge, beendet werden muss. Die Volkssolidarität fordert, dass Leistungen Familien möglichst unbürokratisch und einfach zugänglich gemacht werden und setzt sich dafür ein, dass Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote Kindern und Jugendlichen möglichst kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Im Hinblick auf die Bundestagswahl mahnt der Verbandspräsident: „Kinder und Jugendliche gehören nicht in das System Hartz-IV. Kurz- und mittelfristig muss über eine Gesamtlösung nachgedacht werden, die Widersprüche im Sozialsystem abschafft und alle Kinder gleichermaßen fördert.“

Pressemitteilung des Volkssolidarität Bundesverband e.V.

Datum:
23.05.2017 – 13:51

Einrichtung:
Stadtgeschäftsstelle

Autor:
Martin Gey

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„Bundesdeutsche Negativrekorde werden ausgeblendet!“

Ulrich Schneider und Thomas Lenk diskutierten über aktuelle Probleme des deutschen Sozialstaates (Foto: Uwe Schürmann).
Ulrich Schneider forderte, soziale Härten auf breitere Schultern zu verteilen (Foto: Uwe Schürmann).

Ulrich Schneider fordert schnellen Kurswechsel in der Sozial- und Steuerpolitik

„Bei den derzeitigen sozialen Zuständen in Deutschland habe ich Angst, dass sich Deutschland selber zerlegt.“ Eine alarmierende Zustandsbeschreibung der sozialen Situation hierzulande gab Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, im Rahmen eines sozialpolitischen Streitgesprächs in der Leipziger Stadtbibliothek am 9. Mai. Auf Einladung unseres Stadtverbandes und der Städtischen Bibliotheken stellte er sein im Februar erschienenes Buch „Kein Wohlstand für alle?!“ vor und diskutierte seine Kernthesen mit Professor Dr. Thomas Lenk, Finanzwissenschaftler an der Universität Leipzig, und dem Publikum.

Schneider hob den zunehmenden Reichtum und Wohlstand in Deutschland bei gleichzeitiger Zunahme der gesellschaftlichen Spaltung und des Maßes an Ungleichheit hervor. „Das hält unser Land nicht weiter aus“, prognostizierte Schneider mit Blick auf die Anzahl der unter der Armutsgrenze lebenden Deutschen, die zunehmende Zahl der Leiharbeiter sowie den wachsenden Niedriglohnsektor. „Außerdem hängt Bildung noch immer vom Elternhaus ab. Wir geraten moralisch in eine Krise“, so Schneider. Soziale Negativrekorde würden in der öffentlichen Diskussion allzu oft ausgeblendet.

Vor diesem Hintergrund forderte Schneider einen schnellen und grundlegenden Kurswechsel in der Sozial- und Steuerpolitik. „Es braucht eine Restauration des Sozialstaates. Wir müssen das Selbstverständliche fordern: Löhne, von denen man leben kann, und Renten, die Altersarmut verhindern.“ In der Diskussion verwies Lenk unter anderem auf unterschiedliche Definitionen von Armut auf Grund von methodischen Problemen statistischer Erhebungen. Schneider ergänzte, so würden viele von Armut betroffene Gruppen in die Armutsbetrachtung nicht mit einbezogen. Lenk erinnerte zudem daran, der klassische Generationenvertrag gehe auf Grund des demografischen Wandels nicht mehr auf.

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