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Aktuelles

Datum:
01.06.2017 – 11:59

Einrichtung:
Stadtgeschäftsstelle

Autor:
Martin Gey

Permalink

Zum Internationalen Kindertag am 1. Juni: Volkssolidarität fordert Chancen für alle Kinder

Verbandspräsident Dr. Wolfram Friedersdorff (Foto: Thomas Rafalzyk)

Der Präsident der Volkssolidarität, Dr. Wolfram Friedersdorff, erklärt anlässlich des Kindertages am 1. Juni: „Der Internationale Kindertag ist ein wichtiger Tag für die Volkssolidarität. Er ist Anlass zur Freude und Spaß. In den Kindertageseinrichtungen der Volkssolidarität, in denen über 38.000 Kindern betreut werden, wird er mit vielen besonderen Veranstaltungen und bunten Festen gerne gefeiert.

Der Alltag ist jedoch auch in Deutschland für viele Kinder ein anderer. Selbst in unserem reichen Land sind ca. zwei Millionen Kinder von Armut betroffen. Zwar sind nur wenige von ihnen von sehr großen materiellen Entbehrungen betroffen. „Aber materielle Armut ist für viele Kinder und Jugendliche dennoch Realität. Sie zeigt sich zum Beispiel in fehlendem Geld für kindgerechte Ernährung, Kleidung oder sportliche Aktivitäten. Die Bundesregierung kann sich nicht darauf ausruhen, lediglich existenzielle Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu decken. Die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben – etwa im Sportverein oder am Musikunterricht – muss jedem Kind, jedem Jugendlichen möglich sein. Kein Kind in Deutschland darf in Armut aufwachsen.“

Die Volkssolidarität fordert bedarfsgerechte Regelsätze für Kinder und Jugendliche in der Grundsicherung, die neben der materiellen Sicherung auch die soziale und kulturelle Beteiligung ermöglichen. Das System der Familienförderung muss grundlegend reformiert werden. Dazu zählt, dass die ungleiche Förderung, etwa durch Kindergeld und Kinderfreibeträge, beendet werden muss. Die Volkssolidarität fordert, dass Leistungen Familien möglichst unbürokratisch und einfach zugänglich gemacht werden und setzt sich dafür ein, dass Bildungs-, Kultur- und Freizeitangebote Kindern und Jugendlichen möglichst kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Im Hinblick auf die Bundestagswahl mahnt der Verbandspräsident: „Kinder und Jugendliche gehören nicht in das System Hartz-IV. Kurz- und mittelfristig muss über eine Gesamtlösung nachgedacht werden, die Widersprüche im Sozialsystem abschafft und alle Kinder gleichermaßen fördert.“

Pressemitteilung des Volkssolidarität Bundesverband e.V.

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